Forschungsbereich: Cleavages in Politik und Gesellschaft
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Antisemitismusforschung
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Überblick
Innerhalb des Forschungsschwerpunkts Vorurteilsforschung kommt am IKF der Erforschung des Antisemitismus große Bedeutung zu. In den theoretischen und empirischen Projekten wird Antisemitismus weder als einheitliches noch als statisches Phänomen verstanden, sondern in seiner historischen und gesellschaftlichen Kontinuität und Diskontinuität analysiert und in gesellschaftlichen, ökonomischen, politischen und historischen Kontexten situiert. Dabei sind insbesondere auch die Veränderungen in den sprachlichen Äußerungen des Antisemitismus zu bedenken. Für eine Analyse der Funktionen und Strukturen des Antisemitismus ist es notwendig, Veränderungen in den Bedingungen zu berücksichtigen, unter denen er auftritt.
In den letzten Jahren lag das Augenmerk der Forschungen in diesem Bereich insbesondere auf Vermittlungen von Antisemitismus und Sexismus. Dem analytischen Ansatz der Intersektionalität folgend wurden dabei auch die Verschlingungen mit Rassismus und Klassenvorurteilen berücksichtigt. Gegenwärtig werden von Institutsmitarbeiterinnen aktuelle Manifestationen des Antisemitismus im Bereich Nationalismus und im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise untersucht. Die Forschungsergebnisse werden regelmäßig auf internationalen Konferenzen präsentiert und publiziert..