Forschungsbereich: Cleavages in Politik und Gesellschaft

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Überblick

In den letzten Jahren ist die Virulenz des Spannungsfeldes zwischen säkularer Gesellschaft und Religion offenkundig geworden, und religiös gedeutete gesellschaftliche Bruchlinien stehen vermehrt im Vordergrund des öffentlichen Diskurses. Dabei werden diese Cleavages auffallend häufig an Fragen der Geschlechterverhältnisse festgemacht, wie etwa die emotional geführten Diskussionen zu Kopftuch, Zwangsverheiratung und ähnlichen Problematiken zeigen.

Die Erforschung solcher Verschränkungen stehen im Brennpunkt des Forschungsschwerpunktes Säkularität und Gender, insbesondere in Bezug auf die von anhaltenden Migrationsprozessen geprägten europäischen Gesellschaften.

Im Rahmen dieses Schwerpunktes sind verschiedene Projekte und Aktivitäten des Instituts für Konfliktforschung angesiedelt: Von 2006 bis 2008 wurde ein internationales Projekt mit französischen Partnerinstituten durchgeführt, das die genannte Fragestellung anhand des Mediendiskurses um den EU-Beitritt der Türkei in den Blick nahm. Zudem werden laufend Aktivitäten zur Vernetzung von Institutionen und ForscherInnen in Form von Veranstaltungsorganisation und Konferenzteilnahmen initiiert. Ferner wird eine Forschungsdokumentation über internationale Projekte in diesem Forschungsfeld vorbereitet.

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