Forschungsbereich: Historische Sozialforschung
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Frauen und NS-Verfolgung (insbes. Ravensbrück und Mauthausen)
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Oral History und Politik des Erinnerns
PROJEKTE PUBLIKATIONEN TAGUNGEN
Überblick
Der Forschungsschwerpunkt "Historische Sozialforschung" baut auf einer langjährigen Expertise von Instituts-Mitarbeiterinnen auf und gründet inhaltlich auf der Beobachtung, dass zwar in den vergangenen 25 Jahren vermehrt zu geschlechterspezifischen Erfahrungen während der NS-Verfolgung geforscht wurde und die Differenzierung zwischen Frauen und Männern mittlerweile gängige Forschungspraxis scheint, der Stellenwert weiblicher Verfolgungsberichte wie auch ein feministischer Zugang in der KZ-Forschung bislang dennoch nicht im Mainstream der Geschichtswissenschaft verankert sind. Im Schwerpunkt werden daher Erfahrungen von Frauen während der NS-Verfolgung besonders berücksichtigt und auf der Basis von Oral History-Projekten geschlechtsspezifischen Fragestellungen nachgegangen.
Die dem Schwerpunkt zuzurechnenden Forschungen umfassen in erster Linie Projekte zu den österreichischen Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück (Lebensgeschichtliche Interviews - Studie zu sexualisierter Gewalt während der NS-Verfolgung - Namentliche Erfassung - Geschichte der österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück) sowie zu den ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager (internationales Oral History-Projekt mit über 800 Überlebenden - Pilotstudie und Hauptstudie zu den weiblichen Häftlingen von Mauthausen). In bislang drei Workshops wurde ein internationales Kooperationsnetzwerk zur NS-Genderforschung etabliert, innerhalb dessen aktuell die Frage der Repräsentation von Gewalt in Zeugnissen von KZ-Überlebenden diskutiert wird und wieweit sich Unterschiede nach Geschlecht, aber auch nach Verfolgungsgrund sowie nationalen Kontext (Herkunft wie auch aktueller Diskurs) feststellen lassen.