Abgeschlossene Projekte 2000

des Instituts für Konfliktforschung

[1995]  [1996]  [1997]  [1998]  [1999]   [2000]   [2001]   [2002]  [2003]  [2004]   [2005]  [2006]  [2007]  [2008]]  [2009]
[Projekte seit 1990 - Forschungsbereiche]  [PDF-ARCHIV von PROJEKTBERICHTEN]


Korruption in Österreich: Verbreitung, Trends, Perspektiven der Prävention

Projektleitung:    Univ. Prof. Dr. Anton Pelinka
Durchführung:    DDr. Hubert Sickinger
Finanzierung:    Bundesministerium für Inneres
Fertigstellung:    Juni 2000


Sowohl nach Einschätzung von JournalistInnen als auch der Bevölkerung ist Korruption in Österreich keine vernachlässigbare Größe. Über die tatsächliche Verbreitung von Korruption in Österreich existieren allerdings bisher noch keine gesicherten Indikatoren. Deshalb vermittelt das Forschungsprojekt ein differenziertes Bild über folgende Aspekte:

Korruption wird als der Mißbrauch öffentlicher Macht zu privaten Zwecken definiert. Die Studie berücksichtigt sowohl politische wie Verwaltungskorruption, wobei der Schwerpunkt der empirischen Bestandsaufnahme eher im Bereich der Korruption in der öffentlichen Verwaltung liegt. Dabei interessiert gleichermaßen, welche strukturellen Gegebenheiten in Österreich Korruption ermöglichen, fördern bzw. hemmen, als auch österreichspezifische "kulturelle" Aspekte. Deshalb werden auch nicht nur Bereiche untersucht, die eindeutig als illegale Vorteilsnahme einzustufen sind, sondern auch die für Österreich vermutlich ebenfalls wichtigen "unscharfen Grenzbereiche" einer ausgeprägten "Trinkgeldmentalität" usw. herausgearbeitet, da diese ebenfalls zur kulturellen Bestärkung oder Förderung von Korruption beitragen können.

Für die beschriebene Fragestellung wird ein methodenpluralistischer Zugang gewählt, bei dem unterschiedliche Methoden verknüpft werden: