Abgeschlossene Projekte 2009

des Instituts für Konfliktforschung

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Begleitforschung zur Qualitätssicherung in der Prozessbegleitung

Projektleitung: Dr.in Birgitt Haller
Durchführung: Dr.in Birgitt Haller
Dr.in Evelyn Dawid
Finanzierung:    Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend über
Bundeskoordinatorin für Prozessbegleitung
Fertigstellung:    Januar 2010
 


Im Rahmen der Begleitforschung wurden zum einen die seit 2005 bestehenden Dokumentationen der Prozessbegleitung der im Kinder- und Jugendbereich tätigen Einrichtungen ausgewertet und im Zeitverlauf (2005 bis 2008) analysiert.

Zum anderen erfolgte eine qualitative Untersuchung zu Erfahrungen der KlientInnen im Strafverfahren, konkret zur Frage, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, damit OpferzeugInnen ihre Erfahrungen bei Gericht gut verarbeiten können und so auch die Prozessbegleitung positiv abgeschlossen werden kann. 16 von ProzessbegleiterInnen zur Verfügung gestellte Fallbeispiele wurden dahingehend analysiert, was bei Gericht gut bzw. schlecht gelaufen war, welche Faktoren als unterstützend bzw. als belastend oder ängstigend erlebt wurden. Viele der dabei angesprochenen Themenfelder werden seit Jahren immer wieder von PraktikerInnen aufgegriffen: die Bedeutung der schonenden Einvernahme, das Abschirmen und Beschützen der OpferzeugInnen vor einem Zusammentreffen mit dem Täter/ Tatverdächtigen, sehr lange Zeiträume zwischen Anzeige und kontradiktorischer Einvernahme / Anklageschrift / Hauptverhandlungstermin oder der Ausgang des Strafverfahrens gegen den Täter/ Tatverdächtigen. Die neuerliche Bestätigung der Bedeutung dieser Probleme sollte im Bereich der Strafjustiz als Impuls genutzt werden, entsprechende Maßnahmen zu setzen.