Abgeschlossene Projekte 1995
des Instituts für Konfliktforschung
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[Projekte seit 1990 - Forschungsbereiche] [PDF-ARCHIV von PROJEKTBERICHTEN]
Die gesellschaftspolitische Situation der österreichischen Versicherungswirtschaft
| Projektleitung: | Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka |
| Durchführung: |
Mag. Helga Amesberger Mag. Brigitte Halbmayr Dr. Birgitt Haller |
| Finanzierung: | Verband der Versicherungsunternehmen Österrreichs |
| Fertigstellung: | August 1995 |
Ziel dieser Arbeit war es herauszuarbeiten, wie erfolgreich oder wenig erfolgreich die Versicherungswirtschaft in ihrer Selbstdarstellung bzw. in der von Inhalten, die ihr wichtig sind, agiert. Dabei wurden drei Aspekte untersucht, für die diese Fragestellung von Relevanz ist: die Performanz der Versicherungen auf der politischen Ebene, ihre Wahrnehmung durch die öffentliche Meinung und ihre Präsentation in den Medien.
Grundlage für die im Rahmen des Projektes getroffenen Feststellungen und Empfehlungen sind einerseits Befunde der für das Thema relevanten wissenschaftlichen Literatur, andererseits im Rahmen der Untersuchung durchgeführte Interviews. Insgesamt wurden im Laufe des ersten Halbjahres 1995 zwanzig Gespräche mit ExpertInnen aus folgenden Bereichen geführt:
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Versicherungswirtschaft (VertreterInnen einzelner Unternehmen bzw. des Versicherungsverbandes - 9 Interviews)
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Medien (JournalistInnen aus Wirtschafts- und Chronikredaktionen - 7 Interviews)
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Bundesministerium für Justiz (Zivillegislative - 1 Interview)
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Bundesministerium für Finanzen (Versicherungsaufsicht - 1 Interview)
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Konsumentenschutzeinrichtungen (BAK und VKI - 2 Interviews). geführt:
Die Untersuchung bringt zutage, daß es um die gesellschaftliche Akzeptanz der Versicherungen und die Durchsetzungsfähigkeit ihrer Interessen nicht so schlecht steht, wie - auch von ihnen selbst - manchmal angenommen wird. Die beste Performanz zeigen die Versicherungen im Bereich der Politik, was am Beispiel der Genese des Versicherungsvertragsgesetzes 1994 nachgezeichnet wird. Auch in den Medien bzw. unter den JournalistInnen genießt die Branche relativ hohes Ansehen, wenn hier auch zwischen den Wirtschaftsberichten und den Chronikmeldungen deutliche Unterschiede bestehen. Von den drei untersuchten Bereichen ist es um das Image der Versicherungen am schlechtesten in dem der öffentlichen Meinung bestellt.
Um nicht nur "nackte" Ergebnisse aufzuzeigen, sondern auch Handlungsanleitungen für eine Verbesserung der Situation der Versicherungswirtschaft zu bieten, wurde an jedes Kapitel ein Empfehlungskatalog angeschlossen.