Aktuelles / Termine / Veranstaltungen

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Tätigkeitsbericht 2015

Tätigkeitsbericht zum Download: (PDF)

Gesucht

Best Practices zur Vorbeugung und Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit,
Homophobie und anderen Formen von Intoleranz in Österreich

Im Rahmen des vom Rights, Equality and Citizenship Programm der Europäischen Union geförderten und von EFUS (European Forum for Urban Security) geleiteten Projekts sucht das Institut für Konfliktforschung Best Practices, die auf der lokalen Ebene und darüber hinaus ein Bewusstsein für rassistische Gewalt und andere Formen der Ausgrenzung und Intoleranz erzeugen. Gesucht werden innovative und vielversprechende Projekte auf lokaler bzw. regionaler Ebene. 50 ausgewählte Beispiele aus ganz Europa werden in einem Handbuch mit dem Ziel verbreitet, lokale Initiativen zu fördern und andere Gemeinden/ Regionen für ein Eintreten gegen Diskriminierung zu motivieren.

Eine genauere Darstellung finden Sie im beigefügten Dokument. Einreichschluss ist der 11. November 2016, 00:00 MEZ.

 

Aktueller Forschungsbericht

Restorative Justice in Cases of Domestic Violence

Das IKF arbeitet gemeinsam mit dem Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie IRKS am EU-Projekt "Restorative Justice in Cases of Domestic Violence: Best practice examples between increasing mutual understanding and awareness of specific protection needs" (Criminal Justice Programm, JUST/2013/JPEN/AG/5487) mit, das vom Verwey-Jonker Institut in den Niederlanden koordiniert wird. Die nationale Finanzierung erfolgt durch die österreichische Frauenministerin.

Ziel dieses von der Europäischen Kommission finanzierten Projektes ist es, einerseits die Anwendungspraxis von Restorative Justice (RJ) im Fall von familiärer Gewalt zu erheben und andererseits Bedingungen aufzuzeigen, unter denen ein RJ-Ansatz bei familiärer Gewalt möglich und sinnvoll ist. Um dies leisten zu können, ist eine ländervergleichende Untersuchung von best-practice Beispielen geplant. Es sind Interviews mit Opfern und Tätern vorgesehen, aber auch mit ExpertInnen aus Polizei und Justiz sowie mit Einrichtungen, die RJ-Maßnahmen durchführen.

Auf diesen Ergebnissen basierend werden ein "Modell" für die Anwendung von RJ bei familiärer Gewalt, das auf Kriterien für einen RJ-Einsatz, auf Risiken und Chancen eingeht, sowie ein Leitfaden und ein Manual für PraktikerInnen erarbeitet.

Comparative Report I     Comparative Report II

Leitfaden

 

Internationale Sommerakademie
3. bis 8. Juli 2016, Stadtschlaining, Burgenland

Um Gottes Willen
Die ambivalente Rolle von Religion in Konflikten

Im Namen der Religion wird jeden Tag Gewalt gegen Menschen ausgeübt: In Zentralafrika und Nigeria terrorisieren "christliche" und "islamische" Milizen die Zivilbevölkerung. Auch von buddhistischer Seite kommt es in Sri Lanka, Thailand und Burma immer wieder zu Gewalt gegen Angehörige anderer Religionen. Von Saudi-Arabien über Katar, Israel-Palästina, Syrien, Irak, Libanon bis zum Iran und nach Afghanistan wird Gewalt ausgeübt im Namen von Islam, aber auch Judentum und Christentum. Dabei richtet sich diese Form von Gewalt oftmals gegen Mitglieder der eigenen Religionsgemeinschaft. Viele Religionen scheinen gerade in den vergangenen zwei Jahrzehnten vermehrt in den Sog politischer Entwicklungen geraten zu sein. So ist Religion gegenwärtig in zwei Dritteln aller Konflikte weltweit ein mehr oder weniger bedeutendes Element.

Die ÖSFK-Sommer-Akademie ist eine Kooperationsveranstaltung der Partner/innen des Conflict-Peace-Democracy-Clusters (cpdc): Demokratiezentrum Wien, Institut für Konfliktforschung Wien, Zentrum für Friedensforschung und Friedenspädagogik an der Universität Klagenfurt und Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung auf der Burg Schlaining.

Allgemeine Informationen, Programm und Anmeldung finden Sie hier.

Neuerscheinungen

Brigitte Halbmayr

Herbert Steiner
Auf vielen Wegen, über Grenzen hinweg

Österreich hat sich Jahrzehnte lang um eine Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus gedrückt. Einer der wenigen, die früh schon aktiv gegen das Vergessen gearbeitet haben, war Herbert Steiner (1923-2001). Mit der Gründung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes bereits in den 1960er Jahren hat er dafür eine langfristige wirkungsvolle Institution geschaffen. Vor dem Hintergrund seiner kommunistischen Überzeugung, die allerdings im Laufe seines Lebens immer brüchiger wurde, engagierte sich Herbert Steiner im wissenschaftlichen Austausch zwischen West- und Osteuropa. In Erinnerung bleiben zudem seine Leistungen in der Erforschung der österreichischen Arbeiterbewegung und der Revolution von 1848.

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Guenther Steiner

"...aus Almosenempfängern anspruchsberechtigte Bürger zu machen"
Sozialminister Anton Proksch und die österreichische Sozialversicherung

Von 1956 bis 1966 war Anton Proksch Sozialminister. Er war gewissermaßen der Sozialminister der "Nach-ASVG-Ära". Die großen Themen seiner Ministerschaft auf dem Gebiet der Sozialversicherung stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Stammgesetz: die Aufwertung der sogenannten Altrenten bis zur Schaffung des Pensionsanpassungsgesetz 1965, die Einbeziehung der Bauern und Gewerbetreibenden in die Pensions- und Krankenversicherung oder das Problem der Finanzierung der Krankenkassen. Dieses Buch beleuchtet anhand der zentralen Themen die Rolle des Gewerkschafters und Sozialministers Anton Proksch für die österreichische Sozialversicherung von 1945 bis zum Ende der Großen Koalition 1966.

Studie im Auftrag des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger
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Helga Amesberger

Sexarbeit in Österreich
Ein Politikfeld zwischen Pragmatismus, Moralisierung und Resistenz

Für Österreich lag bislang keine umfassende Studie zur Sexarbeit vor. Im Mittelpunkt stehen 85 Interviews mit Sexarbeiterinnen, die Aufschluss über Migrationsprozesse, die Wege in die Sexarbeit und über Arbeitsbedingungen geben. Des Weiteren widmet sich das Buch ausführlich der Regulierung von Sexarbeit in Österreich – historisch wie aktuell – und stellt diese in einem abschließenden Kapitel den Prostitutionspolitiken in den Niederlanden, in Schweden und Neuseeland gegenüber.

Politikgestaltung im Bereich Sexarbeit ist ein schwieriges Unterfangen, nicht zuletzt wegen dessen Heterogenität, Komplexität und moralischen Aufladung. Exogene Faktoren wie Arbeitsmigration oder die Entwicklung der Kommunikationstechnologie tragen zu dieser Vielschichtigkeit bei. Das Agieren des Milieus im Schattenbereich der Wirtschaft, ein Ergebnis jahrhundertelanger Stigmatisierung und Ausgrenzung, führt zudem dazu, dass kaum verlässliche Informationen über Sexarbeit vorliegen und kolportierte Zahlen und Beschreibungen höchst spekulativ sind – mit weitreichenden Folgen für die Politikgestaltung sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeiterinnen.

Bestellung unter www.newadademicpress.at

Konferenz: "Troubling Prostitution. Exploring intersections of sex, intimacy and labour"

Die Radiojournalistin Doris Rudlof-Garreis spricht mit der Autorin Helga Amesberger über ihr Buch "Sexarbeit in Österreich" (MP3)

 

Guenther Steiner

Sozialversicherung unter dem Primat der Wirtschaft
Sozialminister Josef Resch und die österreichische Sozialversicherung 1918-1938

Wollte man die Sozial(versicherungs)politik Österreichs in der Zwischenkriegszeit an einer Person beleuchten, eignete sich niemand besser dafür als Josef Resch. Aus kleinbürgerlichen Verhältnissen arbeitete er sich zum Fachexperten für Sozialversicherung hinauf. 1918 sandte ihn die christlichsoziale Partei als Aufpasser und Mitarbeiter für Ferdinand Hanusch ins Staatssekretariat für soziale Verwaltung. Zwischen 1920 und 1938 prägte er in insgesamt mehr als zehn Jahren als Sozialminister die Sozial(versicherungs)politik der Zwischenkriegszeit wesentlich mit. In seiner Amtszeit entstanden so wesentliche Gesetze wie das Angestelltenversicherungsgesetz, das Arbeiterversicherungsgesetz oder das Landarbeiterversicherungsgesetz. Sein Ansatz von Sozialpolitik war, wie der seiner Partei, geprägt vom Primat der Wirtschaft; Voraussetzung für Sozialpolitik sei eine stabile Wirtschaft. Er geriet damit in Widerstreit zu den sozialen Notwendigkeiten steigender Arbeitslosigkeit und Not in Zeiten der Weltwirtschaftskrise. Resch stand zugleich am linken Flügel der Christlichsozialen Partei, war ein Brückenbauer zur Arbeiterschaft. 1933 trat er aus Protest gegen den autoritären Kurs der Regierung Dollfuß zurück, 1936 holte ihn Schuschnigg in einer Phase der Öffnung zur Arbeiterschaft ins Sozialressort zurück. Am Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz 1935 hatte Resch wesentlichen Anteil. Josef Resch starb am 6. April 1939 in Wien. Dieses Buch zeichnet die Rolle Josef Resch’s für die österreichische Sozialversicherung, auf einem der ideologisch umstrittensten Politikfelder der Zwischenkriegszeit, nach.

Studie im Auftrag des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger
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Bettina Gruber (Hrsg.)

The Yugoslav Example
Violence, War and Difficult Ways Towards Peace

The term "Yugoslav Wars" (or, often, "the Balkan conflict") refers to a series of wars in the region of former Yugoslavia, which were associated with the break-up of that state.

The Yugoslav Wars resulted in an unimaginable number of dead, injured and displaced people. They also had a devastating impact on the economy and on the environment. Most notably, in some of the states which emerged from the conflict, people still to this day cannot peacefully coexist with one another. Beyond the affected region itself, the military conflict also had significant implications for Europe and its member states. It destroyed the illusion that Europe had overcome war. Perhaps these recent wars have given Europe an impetus to draw lessons from them, to find out what really needs to be done to build a peaceful Europe.

A particular characteristic of this publication is that it does not settle for a single precise analysis of the reasons for war and for post-war conflicts. Rather, peace efforts and peace treaties are analyzed by focusing on their function of preventing conflicts or reducing their extent. Emphasis is placed on the efforts of national actors as well as on those of actors in civil society to promote peace policies in the international sphere. This collection of articles might, for the first time, clearly display the political challenges of peace in the context of the collapse of Yugoslavia and its subsequent wars. It certainly seeks to illustrate what has been learned and what still needs to be learned for the future.

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Hendrik Wagenaar, Sietske Altink , Helga Amesberger

Prostitution Policy Report

Besides a comprehensive description of sex work in the Netherlands and in Austria (and to a lesser extent in Sweden) as well as respective national and local prostitution policies and their implementations, the research report extensively deals with the conflictive area of prostitution – migration – exploitation and prostitution policy as moral politics.

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Hubert Sickinger

Politisches Geld
Parteienfinanzierung und öffentliche Kontrolle in Österreich.

Die Parteien- und Politikerfinanzierung in Österreich ist von Intransparenz und hohen staatlichen Zuwendungen gekennzeichnet. Das Buch gibt einen sehr aktuellen Überblick über Einnahmen und Ausgaben der Parteien, Bezahlung und Nebeneinkünfte von Politikern sowie die verschärften Korruptionsbestimmungen. Darüber hinaus bietet es eine detaillierte Übersicht über die neuen Transparenzvorschriften für den gesamten Bereich der Politikfinanzierung

„Politisches Geld“ beleuchtet die Finanzierung österreichischer Parteien kompakt und verständlich: eine gut lesbare Sammlung zum Thema für interessierte Bürger, Journalisten und von den neuen Regeln betroffene Politiker.

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Heribert Bastel, Brigitte Halbmayr (Hg.)

Mauthausen im Unterricht
Ein Gedenkstättenbuch und seine vielfältigen Herausforderungen

Reihe
: Schriften der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems
Bd. 7, 2014, 240 S., 24.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-50437-1

Alljährlich besuchen an die 100.000 Schülerinnen und Schüler die Gedenkstätte Mauthausen. Große Erwartungen, insbesondere von Seiten der Lehrenden, begleiten diese Exkursion. Die Jugendlichen sollen sehen, "wie es wirklich war" und daraus viel für ihr eigenes Leben lernen, wie z.B. sensibel werden gegen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Aber wie erleben Schülerinnen und Schüler Mauthausen tatsächlich, welche Eindrücke nehmen sie mit und wie verarbeiten sie diese? Was geschieht als Vor- und Nachbereitung in der Schule, wie werden Lehrerinnen und Lehrer in Aus- und Fortbildung selbst vorbereitet? Auf diese und viele weitere Fragen geben die PädagogInnen und ForscherInnen, die in diesem Buch ihre Studienergebnisse präsentieren, differenzierte Antworten.

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Publikationen

Guenther Steiner
EIN MANN UND SEIN PLAN. FRIEDRICH HILLEGEIST IN DER ÖSTERREICHISCHEN SOZIALVERSICHERUNG

Helene Miklas / Helga Amesberger / Sonja Danner / Christian Gmeiner (Hg.)
MAUTHAUSEN REVISITED

aus der Reihe: Schriften der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, Bd. 6, 2012

Brigitte Halbmayr
ZEITLEBENS KONSEQUENT. HERMANN LANGBEIN – EINE POLITISCHE BIOGRAFIE

Guenther Steiner
DER SOZIALPOLITIKER KARL MAISEL

Evelyn Dawid / Jutta Elz / Birgitt Haller
KOOPERATION VON ÖFFENTLICHER JUGENDHILFE UND STRAFJUSTIZ BEI SEXUALDELIKTEN GEGEN KINDER.
Entwicklung eines Modellkonzepts zur Umsetzung der Kinderrechte in Strafverfahren

Guenther Steiner
JOHANN BÖHM IN DER ÖSTERREICHISCHEN SOZIALVERSICHERUNG

Hubert Sickinger
POLITIKFINANZIERUNG IN ÖSTERREICH

Karin Bischof, Karin Stögner, Anton Pelinka (Hg.)
HANDBOOK OF PREJUDICE

Helga Amesberger / Kerstin Lercher
LEBENDIGES GEDÄCHNTIS. Die Geschichte der österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück

Hubert Sickinger
BEZIRKSPOLITIK IN WIEN

Albin Dearing / Birgitt Haller (Hg.)
SCHUTZ VOR GEWALT IN DER FAMILIE. Das österreichische Gewaltschutzgesetz


Helga Amesberger / Katrin Auer / Brigitte Halbmayr (Hrsg.)
SEXUALISIERTE GEWALT. Weibliche Erfahrungen in NS-Konzentrationslagern


Hubert Sickinger
DEMOKRATIE IN DER KLEINEN EINHEIT


Helga Amesberger / Brigitte Halbmayr (Hrsg.)
RECHTSEXTREME PARTEIEN - EINE MÖGLICHE HEIMAT FÜR FRAUEN?


Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien (Hg.)
ALLEINERZIEHERINNEN IN WIEN


Manuela Delpos / Birgitt Haller (Hg.)
DEMOKRATIETHEORIE UND DEMOKRATIEVERSTÄNDNIS IN ÖSTERREICH


Helga Amesberger / Brigitte Halbmayr
VOM LEBEN UND ÜBERLEBEN - WEGE NACH RAVENSBRÜCK Das Frauenkonzentrationslager in der Erinnerung