Studienreihe Konfliktforschung

Herausgegeben von Ilse König und Anton Pelinka bzw.
seit 2010 von Anton Pelinka und Birgitt Haller
(Braumüller Verlag, Wien)



Sir Peter Ustinov Institut (Hg.) (2011)

Fundamentalismus
Aktuelle Phänomene in Religion, Gesellschaft und Politik

Studienreihe Konfliktforschung, Band 26. ISBN: 978-3-7003-1771-5

Populisten und Demagogen stiften Feindbilder gegen Minderheiten und beschwören fundamentale Werte mit plakativen Parolen. Lassen sich diese Tendenzen in einen größeren Zusammenhang einbetten? Und wie hängt der Fundamentalismus in der Politik mit dem religiösen Fundamentalismus zusammen?

Diese brisanten Themen beleuchtet die neue Publikation Fundamentalismus: Aktuelle Phänomene in Religion, Gesellschaft und Politik. Der Band entstand im Anschluss an eine Fachkonferenz des Sir Peter Ustinov Instituts und versammelt Beiträge international renommierter Fachleute und engagierter WissenschaftlerInnen.

Sir Peter Ustinov Institut (Hg.) (2010)

"Rasse" - eine soziale und politische Konstruktion
Strukturen und Phänomene des Vorurteils Rassismus

Studienreihe Konfliktforschung, Band 25. ISBN: 978-3-7003-1757-9

Rassismus hängt mit dem Phänomen des Vorurteils eng zusammen: In beiden Fällen werden wissenschaftlich nicht nachvollziehbare Urteile über Menschen abgegeben, deren Schicksal dadurch allzu oft beeinträchtigt wird.

Das Sir Peter Ustinov Institut hat sich dieses Themas insbesondere vor dem Hintergrund seiner andauernden Aktualität angenommen und möchte mit dem vorliegenden Band zu einer fundierten Auseinandersetzung über Rassismus beitragen.

In drei Abschnitten

  • Entstehung und Entfaltung von Rassismus,
  • seine Erscheinungsformen und Dimension sowie
  • Möglichkeiten der Prävention und Abwehr

wird nach den Dimensionen und den Formen des Rassismus und nach Erklärungen für die Beständigkeit von Rassismus gefragt, werden sowohl der alltägliche Rassismus, der Rassismus gegen Roma, der Rassismus in den Medien und im Fußballstadion beleuchtet als auch schließlich Wege zur Bekämpfung von Rassismus präsentiert.

Sir Peter Ustinov Institut (Hg.) (2009)

Feindbild Zuwanderer. Vorurteile und deren Überwindung
Vorurteile und deren Überwindung

Studienreihe Konfliktforschung, Band 24. ISBN: 978-3-7003-1716-6

Der neue vom Sir Peter Ustinov Institut in Wien herausgegebene Band befasst sich mit Vorurteilen gegenüber Migrantinnen und Migranten – vor allem sogenannten Drittstaatsangehörigen, die aus armen Ländern nach ­Europa migrieren. In zwei Abschnitten – Migration und Integration – wird Fragen nach Ursachen und Funktion von Feindbildern, nach der sachlichen Realität der Bedrohung, aber auch nach gesellschaftlichen und privaten Vorteilen aus einer gelungenen Integration und dem möglichen Weg dorthin gefragt.

Das Buch enthält Beiträge von:
Josef Berghold, Gudrun Biffl, Ute Benz, Heinz Fassmann, Peter von Bethlenfalvy, Angelika Königseder, András Kovács, Beate Winkler, Philip Martin, Barbara John, Wolfgang Benz, Hilde Weiss, Gianni D'Amato, Anton Pelinka, Manfred Nowak und Barbara Frischmuth

Sir Peter Ustinov Institut (Hg.) (2008)

Feindbilder in Europa
Analysen und Perspektiven

Studienreihe Konfliktforschung, Band 23. ISBN: 978-3-7003-1676-3

Welche Funktion erfüllen Feindbilder? Welche Rolle kann Migration als ihr Auslöser und Verstärker, aber auch als ihr Überwinder spielen? Inwieweit beeinträchtigen Angst- und Feindbilder als Störfaktoren die weitere Entwicklung der europäischen Integration und wie kann die europäische Politik diesen Tendenzen entgegensteuern? Ein Sammelband des Sir Peter Ustinov Instituts versammelt Analysen namhafter ExpertInnen.

Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr (2008)

Das Privileg der Unsichtbarkeit
Rassismus unter dem Blickwinkel von Weißsein und Dominanzkultur

Studienreihe Konfliktforschung, Band 22. ISBN: 978-3-7003-1673-2

„Rassen gibt es“, schreibt Anton Pelinka in seinem Vorwort, „weil es Rassismus gibt.“ Ein Beitrag zur Rassismusforschung, der sich mit den real Stärkeren beschäftigt, deren Dominanz sich nicht nur in einem alltäglichen Rassismus ausdrückt, sondern auch in der Definitionsmacht über alles, was gesellschaftlich relevant ist.

Radostin Kaloianov (2008)

Affirmative Action für MigrantInnen?
Am Beispiel Österreich

Studienreihe Konfliktforschung, Band 21. ISBN: 978-3-7003-1637-4

Was ist Affirmative Action-Politik? Welche normativen Notwendigkeiten sprechen für ihren Einsatz und welche praktischen Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Sir Peter Ustinov Institut (Hg.) (2007)

Vorurteile in der Kindheit

Studienreihe Konfliktforschung, Band 20. ISBN: 978-3-7003-1617-6

"Kinder werden ohne Vorurteile geboren, sie haben keine Vorurteile, die man bis zur Geburt zurückverfolgen könnte. Das kommt erst mit Schule, Erziehung und Religion."
(Sir Peter Ustinov)

Die Beiträge und Diskussionen der Tagung des Sir Peter Ustinov Instituts werden in Band 20 der Studienreihe Konfliktforschung im Braumüller Verlag vorgestellt:

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Max Friedrich, Wiener Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters, wird darin der Frage nachgegangen, wie Kinder Vorurteile erwerben und wie Vorurteilen entgegengesteuert werden kann – und zwar in Theorie und Praxis. Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema liegt ein weiterer Schwerpunkt der Buchpublikation bei Erfahrungen von PraktikerInnen hinsichtlich des Umgangs mit Vorurteilen: etwa in der vorschulischen und schulischen Bildungsarbeit, durch die Auswahl von Kinderbüchern, die Auswirkungen von Computerspielen, u.v.m..

Sir Peter Ustinov Institut (Hg.) (2006)

Der Westen und die Islamische Welt.
Fakten und Vorurteile

Studienreihe Konfliktforschung, Band 19. ISBN: 3-7003-1583-X

Wo liegen die historischen Wurzeln alter Feindbilder, Stereotype und Vorurteile? Welche gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, religiösen Faktoren tragen zu ihrer Wiederbelebung bei? Liegt eine Ursache für die religiöse Radikalisierung der islamischen Welt im Empfinden ungerechter politischer und sozialer Entwicklungen, und spielt das Gefühl, vom Westen kulturell, wirtschaftlich und politisch hegemonisiert zu werden, eine Rolle? Wo treffen sich islamische und westliche Werte? Besteht eine ausreichende Koalition der Gutwilligen auf beiden Seiten? Und gibt es genügend Plattformen für den Meinungsaustausch auf gleicher Ebene? AutorInnen wie Katajun Amirpur, Rudolph Chimelli, Bert Fragner, Peter Heine, Omar Al Rawi, Thomas Schwarz, Udo Steinbach und Sibylle Wentker finden detaillierte Antworten.

Valchars, Gerd (2006)

Defizitäre Demokratie

Studienreihe Konfliktforschung, Band 18. ISBN: 3-7003-1538-4

„Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.“ So lautet der erste Artikel der österreichischen Bundesverfassung. Wer aber gehört zum Volk? Aus der Sicht des österreichischen Verfassungsgerichtshofs sind dies ausschließlich die österreichischen Staatsangehörigen. Daher wurde am 30. Juni 2004 die geplante Einführung eines Wahlrechts bei den Wiener Bezirkswahlen für AusländerInnen mit fünf Jahren Aufenthalt als verfassungswidrig aufgehoben. Gerd Valchars schlägt eine andere Antwort vor: Demokratische Legitimität erfordert, dass jene, die dauerhaft dem Recht unterworfen sind, auch in der Rechtssetzung repräsentiert werden. Da niedergelassene Einwanderer von den Gesetzen überwiegend in gleicher Weise betroffen sind wie InländerInnen, haben sie auch Anspruch auf das Wahlrecht. Demokratische Inklusion von Einwanderern kann entweder über Einbürgerung oder über die Abkoppelung des Wahlrechts von der Staatsbürgerschaft erreicht werden. Derzeit sind in vierzehn europäischen Ländern AusländerInnen bei Gemeindewahlen stimmberechtigt. In Österreich wurde nicht nur dieser Weg ausgeschlossen, sondern im Dezember 2005 auch noch die Einbürgerung erschwert. Gerd Valchars analysiert Vorgeschichte und Hintergründe dieses doppelten Ausschlusses und plädiert dafür, beide Zugänge zum Wahlrecht gleichzeitig zu öffnen. Sein Buch ist der bisher wichtigste Denkanstoß zu einer notwendigen Debatte über demokratische Legitimität im Einwanderungsland Österreich.

Brunner, Claudia (2005)

Männerwaffe Frauenkörper?
Zum Geschlecht der Selbstmordattentate im israelisch-palästinensischen Konflikt

Studienreihe Konfliktforschung, Band 17. ISBN: 3-7003-1490-6 | 978-3-7003-1490-5

Der bewusst gewählt laute und klischeehafte Titel „Männerwaffe Frauenkörper?“ steckt die Pole einer Debatte ab, die medial gleichermaßen provokant wie auch abzulehnend geführt wird. Claudia Brunner hat genau dort hingesehen, wo nur schwer der Blick draufzuhalten ist. Seit dem Jahr 2002 sind vermehrt auch Frauen im israelisch-palästinensischen Konflikt reale und potenzielle Selbstmordattentäterinnen. Diese Tatsche hat internationale Aufmerksamkeit erregt und kontroverse Debatten ausgelöst. In erster Linie Verstörung darüber begleitet den „überanalysiertesten Konflikt der Welt“ (John Bunzl), dass Frauen in einem politischen Kontext Gewalt ausüben. Frauen erscheinen aus „westlicher“ Perspektive als patriarchal unterdrückte Instrumente männlicher Interessen; demgegenüber wird in jenen arabischen Quellen, die im „Westen“ rezipiert werden, häufig die Verkörperung von national bzw. religiös konzipierten Idealen sich aufopfernder Weiblichkeit in den Mittelpunkt gerückt. Claudia Brunner dekonstruiert schlüssig, fundiert-differenziert und stilsicher verschiedene mediale Diskurse und wissenschaftliche Zugänge, die dieses neue Phänomen zu erklären beanspruchen. Die Autorin zeigt eindringlich, dass die Reduktion auf die „Frauenfrage“, bei der viele dieser Texte verbleiben, nicht ausreicht, um den Zusammenhang von Gewalt und Geschlecht zu erörtern. Vielmehr bedarf es eines Verständnisses von Geschlecht als analytischer Kategorie, damit nicht nur etwas über palästinensische Frauen gesagt werden kann, sondern auch über jene internationale Ordnung, in der diskursiv verhandelt wird, was als legitim oder illegitim, als rational oder irrational und damit auch als „männlich“ oder „weiblich“ zu gelten hat.

Smutny, Florian (2004)

Das Nationale. Aktuelle Impulse für die Nationalismustheorie

Studienreihe Konfliktforschung, Bd. 16. ISBN 3-7003-1475-2

Das Nationale - beinahe schon ein Teil der Welt von gestern - ist zu einem Begriff auch der Welt von heute geworden. Wie aber sind die Phänomene Nation und Nationalismus zu verstehen? Wie werden sie von den verschiedenen Perspektiven aus gesehen? Smutny beobachtet, beschreibt, analysiert und leistet auf hohem theoretischen Niveau wissenschaftliche Aufklärungsarbeit zum Verständnis konkreter Entwicklungen.

Kofler, Angelika (2002)

Migration, Emotion, Identities. The subjective meaning of difference

Studienreihe Konfliktforschung, Bd. 15. ISBN: 3-7003-1419-1

Sickinger, Hubert (2002)

Demokratie in der kleinen Einheit. Wien, Innere Stadt - Eine Fallstudie.

Studienreihe Konfliktforschung, Bd. 14. ISBN 3-7003-1392-6  

Haller, Birgitt / Wolfgang Knopf (1999).

Crossing Borders. Grenzüberschreitende Begegnungen im Rahmen des Nahost Jugendfriedensforums.

Studienreihe Konfliktforschung, Bd. 13. ISBN 3-7003-1292-X  

Amesberger, Helga / Brigitte Halbmayr (1998).

Rassismen. Ausgewählte Analysen Afrikanisch-amerikanischer Wissenschafterinnen.

Studienreihe Konfliktforschung, Bd. 12. ISBN 3-7003-1239-3

Posselt, Michael / Manfred Rieglhofer (1996).

Die Fragesteller der Nation. Die Rolle des Moderators in politischen Fernsehsendungen.

Studienreihe Konfliktforschung, Bd. 11. ISBN 3-7003-1149-4  

Rieglhofer, Manfred / Michael Posselt (1996).

Wahlkampfarena Fernsehen. Videostil und Tele-Image österreichischer Spitzenpolitiker.

Studienreihe Konfliktforschung, Bd. 10. ISBN 3-7003-1131-1  

Amesberger, Helga / Brigitte Halbmayr (1995).

"Schindlers Liste" macht Schule. Spielfilme als Instrument politischer Bildung an österreichischen Schulen - eine Fallstudie.

Studienreihe Konfliktforschung, Bd. 9. ISBN 3-7003-1107-9