Laufende Projekte 2009

des Instituts für Konfliktforschung



"Integrationspartnerschaft Steiermark - Leitbild- und Strategieentwicklung"

Projektleitung: Mag. Franjo Steiner (Interkulturelles Zentrum, Wien)
Durchführung: ARGE Integrationsberatung", bestehend aus:
Mag.a Marelli Asamer-Handler (ÖAR-Regionalberatung GmbH Graz)
Mag.a Sabine Aydt (Donau Universität Krems)
Mag.a Karin Bischof (Institut für Konfliktforschung)
Leo Baumfeld (ÖAR-Regionalberatung GmbH Wien)
Mag.a Dr.in Brigitte Halbmayr (Institut für Konfliktforschung)
Mag. Franjo Steiner (Interkulturelles Zentrum, Wien)
Finanzierung:    Landesregierung Steiermark
Fertigstellung:    März 2010  

Die Steiermark verfügt seit 2007 mit der Steirischen Integrationsplattform - ein Zusammenschluss von 16 VertreterInnen von NGOs und 15 aus Verwaltung und Politik - über ein Beratungsgremium für die Steirische Landesregierung in Integrations- und Migrationsfragen. Der Leitbild- und Strategieentwicklungsprozess erfolgt im Auftrag dieser Integrationsplattform.

Ziel ist es, aufbauend auf den Forderungen der Steirischen Integrationsplattform, wie sie in der sog. "Eröffnungsbilanz" formuliert wurden, für die Integrationspolitik in der Steiermark eine Strategie und Handlungsanleitung zu erarbeiten. Ergebnis sollen Integrationspartnerschaften sein, welche im Sinne von Governance Arrangements konkrete Umsetzungsvereinbarungen enthalten werden und damit über den herkömmlichen Leitbildgedanken einen Schritt hinausgehen.

Die "ARGE Integrationsberatung" hat für diese Entwicklungsarbeit eine Prozessstruktur erstellt, welche alle wesentlichen integrationspolitischen AkteurInnen im Land Steiermark einbindet und dennoch eine effiziente Arbeitsweise ermöglicht. Zudem hat sie entsprechende Arbeitsinstrumente geschaffen und Unterlagen zur Verfügung gestellt, welche die Umsetzung der Vorhaben in den einzelnen Arbeitsschritten und -gremien unterstützt: eine Strukturdatenerhebung im Land Steiermark als Grundlage für den gesamten Arbeitsprozess, ExpertInneninterviews zu einzelnen Schwerpunktthemen, Feedback zu den Ergebnissen der Arbeitsgruppen, Prozessevaluierung, die Gestaltungsmatrix (graphische Darstellung der integrationspolitischen Handlungsfelder und deren Interdependenzen, AkteurInnen und ProfiteurInnen), laufenden inhaltlichen und organisatorischen Support etc. Wesentlicher Bestandteil der Beratungsleistung war und ist die Koordination des gesamten Arbeitsprozesses in der Steiermark.

Der Kernprozess der Leitbildarbeit geschieht in den Themenfeldgruppen, welche zu den Bereichen Arbeit & Wirtschaft, Bildung & Erziehung, Gesundheit & Soziales, Wohnen & Siedlungsentwicklung sowie Antidiskriminierung, Antirassismus und Gewaltprävention gebildet wurden. ExpertInnen zum Thema (aus NGOs, Politik und Verwaltung, Interessenvertretungen etc.) analysierten den aktuellen Status quo, die notwendigen Maßnahmen zur Veränderung und die Umsetzungsmöglichkeiten. In insgesamt fünf Regionaltagungen wurden die Ergebnisse einem breiteren InteressentInnenkreis präsentiert und dieser zu Feedback und Bedarfsanmeldungen bzw. weiteren Maßnahmenvorschlägen aus Sicht der Regionen eingeladen. Soweit der Entwicklungsstand zu Jahresende 2009.

In den verbleibenden Arbeitsmonaten 2010 werden (u.a.) Planungswerkstätten stattfinden, in welchen VertreterInnen der einzelnen Themenfeldgruppen mit verantwortlichen Personen aus den Verwaltungsstellen der einzelnen Politikfelder die Umsetzungspläne konkretisieren und Partnerschaften vorbereiten. Eine darauf folgende PolitikerInnenkonferenz ermöglicht den interessierten LandespolitikerInnen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Prozessarbeit und die Diskussion dieser Ergebnisse mit den AkteurInnen des Entwicklungsprozesses.

Die Integrationspartnerschaft Steiermark wird am Prozessende der Öffentlichkeit präsentiert, ein Monitoringkonzept soll die Umsetzung der Vorhaben sicherstellen.